Gedächtnisprotokolle - Tage und Nächte nach dem 7. Oktober 1989 in Ost-Berlin


http://www.stasi-mediathek.de/medien/gedaechtnisprotokolle-tage-und-naechte-nach-dem-7-oktober-1989-in-ost-berlin/blatt/7/

Was nun Keine Gedenkstätte ? armes Land Sachsen, wie geht Ihr mit Eure Geschichte um ?

Offener Brief an Herr Ministerpräsident Tillich 28.04.2015

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident des Landes Sachsen,
sehr geehrter Herr Tillich,

...

wir Opfer des SED-Regimes sind in besonderer Weise daran interessiert, die Orte zu erhalten oder kenntlich zumachen, die eine Diktatur, wie die DDR, erbaute und nutzte, um Menschen zu unterdrücken oder gefügig zumachen.
Die DDR-Strafvollzugseinrichtung Karl-Marx-Stadt, Reichenhainerstraße 236, gehörte zweifelsfrei dazu. Zwangsarbeit, Kettenbetten und Repressionen gegen politische Häftlinge waren allgegenwärtig. Im Vergleich zu kriminellen Inhaftierten, war die Behandlung der politischen Häftlinge durch das Wachpersonal aus meiner Sicht deutlich schlechter und menschenunwürdiger. Ein Drei-Schicht-Arbeitssystem in dem riesigen Arbeitskomplex, innerhalb der Strafvollzugseinrichtung, unter unvorstellbaren hohen Arbeitsnormen, mit unmenschlichen Bedienungen für die politisch Häftlinge, gaben dem ganzen einen sehr großen KZ-Charakter. Jeden Dienstag in der Woche gingen die Transporte für die Häftlinge in den Westen. Jeden Dienstag gab es große Hoffnung und meistens große Enttäuschung, weil man wieder nicht dabei war.
Im Westen war diese Einrichtung und das Kaßberg Gefängnis bekannt als das Menschen Auslieferungslager der DDR .

Um daran zu erinnern und auch ein Vergessen zu vermeiden, möchten wir dort an der Reichenhainerstr.236 eine Gedenktafel anbringen und dass das Kaßberg Gefängnis zu einer Gedenkstätte wird.

Die Aufschrift soll daran erinnern, dass dort von 1969 bis 1989 politische Häftlinge des SED-Regimes unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftiert waren.

In einem Schreiben von der Bürgermeisterin Petra Wesseler in Chemnitz, wurde dies mit einer Grundsatzentscheidung des sächsischen Staatsministeriums der Finanzen aus dem Jahr 2004, mit der Begründung zu politischer und weltanschaulicher Neutralität der öffentlichen Verwaltung Sachsen, abgelehnt - Brief vom 05.7.2013.

Vom 11. bis 15. April (Sa-Mi) organisieren die Studierenden der TU Chemnitz. "Tage des offenen Tors" Kaßberg Gefängnis

Die wichtigen Personen von der Stadt Chemnitz und der Politik waren trotz Einladungen nicht erschienen zu diesen Projekt "Tage des offenen Tors"

Wir bedauern diese Haltung sehr!
Wir wenden uns daher an Sie und hoffen auf eine positive Entscheidung aus Sachsen.

In Erwartung auf positive Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Mike Mutterlose Dieter Gollnick


20.02.2014
 

Seit den frühen Fünfzigerjahren bis zum Fall der Berliner Mauer 1989 haben fast 4 Millionen Menschen der DDR den Rücken gekehrt.
Die Sehnsucht nach Selbstbestimmung und Freiheit war stärker als alle staatlichen Abriegelungsmaßnahmen. Bis zum Ende der DDR haben Menschen versucht, die innerdeutsche Grenze zu Überwinden. Viele haben dabei ihr Leben verloren, vielen ist die Flucht gelungen, noch mehr verbrachten nach misslungener Flucht Jahre in Zuchthäusern.

Aufarbeitung und Aufklärung nimmt in der heutigen Zeit stets an Bedeutung zu, da die Geschehnisse der Vergangenheit immer weiter zurückliegen und drohen, in Vergessenheit zu geraten. Dem muss entschieden entgegengewirkt werden. Es ist entscheidend, sich die Gräueltaten vor Augen zu halten, um etwaige Wiederholungen zu verhindern.

Mit machen in dieser Gruppe kann jeder ob Jung oder Alt der dies Unterstützt. Es wird in dieser Gruppe erwartet das Ehrlich und Sachlich Umgegangen wird ohne Beleidigungen.
Rechts- wie linksradikales Gedankengut ist dabei unerwünscht.
30.01.2014
hat einen Link geteilt.
 
Das Stimmt siehe Aufstellung für die Gedenktafel Reichenhainerstr.236 in Chemnitz. Alle sagen es ist gut gegen das Vergessen .Aber keiner hilft wirklich den politischen Opfer der DDR Diktatur http/weg-zur-freiheit.jimdo.com
Knabe kritisiert fehlende Unterstützung von Stasi-Opfern | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg
www.rbb-online.de
Gleichgültigkeit und geringe Sachkenntnis - das sind nach Einschätzung von Hubertus Knabe häufig die Reaktionen der Politik auf die Wünsche der Opfer des DDR-Regimes. Der Direktor der
 
 
 
 

 

Arbeitslager von der Reichenhainerstr236 in Chemnitz
Arbeitslager von der Reichenhainerstr236 in Chemnitz
26.01.2014
 
Bitte helft uns politischen Opfer. Das diese Gedenktafel für die politischen Opfer der DDR Diktatur auf gestellt werden kann.
 
http://chn.ge/19FIyDj
Bitte unterschreibt mir diese Petition sie ist wichtig

Ehmaliges Arbeitslager Reichenhainerstr.236 in Chemnitz

 

 

 

 

 

 

Nach 26 Jahren zurück im einstigen Karl-Marx-Stadt: Dieter Gollnick bei seinem Besuch in der Justizvollzugsanstalt an der Reichenhainer Straße. Im Hintergrund das Gelände, auf dem er und seine Mitgefangenen Ende der 1980er-Jahre im Drei-Schicht-Betrieb arbeiten mussten.

Foto: Michael Müller

Nach einem Vierteljahrhundert noch jede Menge offene Fragen

Dieter Gollnick wollte raus aus der DDR - und landete hinter Gittern. Nun kehrte er zum ersten Mal in die Anstalt an der Reichenhainer Straße zurück, in der er einst einsaß.

"Das hat es bei uns alles nicht gegeben." Dieter Gollnick verfolgt aufmerksam, was ihm Eike König-Bender, die Leiterin der Justizvollzugsanstalt Chemnitz, während eines Rundgangs durch den vor einigen Jahren aufwändig sanierten Haftkomplex an der Reichenhainer Straße präsentiert. Farbenfroh gestaltete Flure im Hafthaus, Freizeitbereiche mit Tischtennisplatten und Tischfußball, Sport- und Kreativangebote im Erdgeschoss - einem Bereich, der Dieter Gollnick als "Bunker" noch dunkel in Erinnerung geblieben ist.

1987 war der heute 57-Jährige für mehr als ein halbes Jahr hier inhaftiert. Verurteilt zu einem Jahr Freiheitsstrafe, wegen "Beeinträchtigung staatlicher Tätigkeit". Sein Vergehen: Er hatte, um nach einem Berufsverbot seine beantragte Ausreise in den Westen zu beschleunigen, in Berlin am Grenzübergang Checkpoint Charlie einem Grenzer seinen Personalausweis übergeben und geäußert, er möchte die DDR verlassen. An Ort und Stelle wurde Gollnick festgenommen, gut ein Vierteljahr später stand er vor Gericht.

Die Reise nach Chemnitz ist für den einstigen Berliner, der seit mehr als 20 Jahren in Bayern lebt, eine Reise in die Vergangenheit. Der Blick aus den vergitterten Fenstern des neunstöckigen Gebäudes, hinweg über Altchemnitz, ist ihm noch gut vertraut. Anderes hingegen ist verschwunden. Die "Kaue" genannte Schleuse etwa, durch die hindurch die Gefangenen zu ihren Arbeitseinsätzen geführt wurden, der frühere Speisesaal, die Zellentüren mit den für Haftanstalten ungewöhnlich großen Glasscheiben.

Einladung vom Ministerium

Dass er vom Sächsischen Justizministerium eingeladen wurde, die Anstalt zu besuchen, in der er einst selbst einsaß und die heute als zentrales Frauengefängnis für Sachsen und Thüringen dient, das hat nicht zuletzt mit seinem beharrlichen Engagement für ein Zeichen der Erinnerung zu tun. Eine Gedenktafel, so Gollnicks Anregung, sollte im Außenbereich der Anstalt darauf hinweisen, dass dort zu DDR-Zeiten keineswegs nur Kriminelle eingesperrt waren, sondern eben auch politische Gefangene wie er. "Davon wissen viele bis heute nichts", schildert er seine Erfahrungen.

Für sein Ansinnen hat Dieter Gollnick bereits von vielen Seiten Zuspruch erhalten, nicht nur von Schicksalsgefährten, die ebenfalls wegen politischer Vergehen in Karl-Marx-Stadt inhaftiert waren. Selbst Ministerpräsident Stanislaw Tillich ließ unlängst ausrichten, er begrüße das "Engagement, die Erinnerung an die Menschenrechtsverletzungen des DDR-Regimes wach zu halten". Diverse Ministerien und Behörden des Freistaats beschäftigten sich in den vergangenen Monaten mit dem Vorgang, Abgeordnete aus Sachsen und Bayern schalteten sich ein, im Sächsischen Landtag richtete der parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Karl-Heinz Gerstenberg, eine sogenannte Kleine Anfrage an die Staatsregierung.

Trotzdem, so Dieter Gollnicks Eindruck, kommt er nicht recht voran. Immer wieder erhält er dieselbe Auskunft: Die Anbringung einer Gedenktafel zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft sei im Einzelfall denkbar, sofern diese von der zuständigen Stiftung Sächsische Gedenkstätten initiiert und befürwortet wird. Dort zeigt man sich durchaus aufgeschlossen, bittet aber um Geduld. "Der bisherige Forschungsstand gibt eine Empfehlung noch nicht her", erläutert Stiftungs- Geschäftsführer Siegfried Reiprich.

Kaum Informationen verfügbar

Auch Dieter Gollnick muss bei seinen eigenen Recherchen immer wieder feststellen, dass über die DDR-Geschichte des Strafvollzuges an der Reichenhainer Straße anscheinend nur wenige Informationen verfügbar sind. Deshalb hat er bei seinem Besuch in Chemnitz nicht nur die eigene Stasi-Akte, sondern auch einen ganzen Katalog von Fragen im Gepäck: Gibt es noch Fotos aus DDR-Zeiten, die einen Eindruck vermitteln, wie es dort damals aussah? Unterlagen, die Aufschluss darüber geben, weswegen die Gefangenen verurteilt worden waren? Was ist mit Krankenakten, Todesfällen, Verhörprotokollen und den Unterlagen der Betriebe, die dort Arbeitskommandos beschäftigten?

Fragen für Erforscher der Zeitgeschichte, die Anstaltsleiterin Eike König-Bender aus dem Stegreif freilich nicht beantworten kann. Sie leitet die Anstalt seit gut einem Jahr, ist nach eigenem Bekunden in Chemnitz zum ersten Mal mit einem solchen Fall konfrontiert. Dass man ihrem Mann den Besuch ermöglicht hat, rechnet Gollnicks Ehefrau Petra den Behörden hoch an. "Für seine eigene Aufarbeitung war das wichtig."

11.11.2013

 

Betrifft: Gedenktafel Reichenhainerstr.236

in Chemnitz

 

Seit fast 1 Jahr Kämpfe ich für eine Gedenktafel für die unschuldigen Opfer der DDR-Diktatur, die in der Reichenhainerstr. 236 eingesessen haben.

 

Mann wird immer wieder vertröstet oder hin gehalten.

 

Wie z. B. „ obgleich Ihr Anliegen grundsätzlich geteilt wird, ist es der Bundesregierung daher leider nichtmöglich, Sie in Ihrem Vorgehen amtlich zu unterstützen. (In diesen Fall wäre der Freistaat Sachsen zuständig).

 

Und Selbst in Sachsen wird zum größten Teil das Anliegen „das Gedenken der Opfer der DDR-Diktatur“ geteilt nur keiner fühlt sich nicht so richtig zu ständig. Seit 22.8.2013 warte ich auf eine Antwort der Stiftung sächsischer Gedenkstätten habe am 30.9. 2013 nochmals geschrieben.

 

Warum werden große Reden Gehalten über die Opfer der DDR-Diktatur und werden denn noch verhöhnt. In den man sie hinhält oder nicht ernst nimmt für Ihr Anliegen.

Was ist so schwer eine Gedenktafel für die Opfer der DDR-Diktatur in der Reichenhainerstr 236 in Chemnitz aufzustellen. Jedes Opfer der DDR-Diktatur das unschuldig dort drin war ist einer zu viel.

 

Meine Bitte an alle dies zu Unterstützen gegen das Vergessen

 

14.09.2013

 

Gedenkstätte im Stasi-Gefängnis begrüßt Jubiläumsgast | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg

www.rbb-online.de

 

Wachsendes Interesse an der DDR-Vergangenheit vermeldet die Stasiopfer-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen. Am Freitag hat ihr Direktor Hubertus Knabe und Kulturstaatssekretär André Schmitz den dreimillionsten Besucher begrüßt


28.5.2013

Gedenktafel für Haftanstalt

Chemnitz-Reichenhainer Str.236

Während an den meisten ehemaligen Stasi-Haftanstalten Gedenktafeln für die einst dort inhaftierten politischen Häftlinge angebracht wurden, vermisse ich eine der artige Tafel an der ab 1969 gebauten Haftanstalt Chemnitz- Reichenhainer Str.236. Ich war dort 1987 mehre Monate inhaftiert. Wir politischen Gefangenen waren zusammen mit Kriminelle Untergebracht und mußten in drei Schichten Getriebegehäuse für MZ- Motorräder herstellen. Zum Glück waren wir politischen Gefangenen in der Mehrzahl und konnten uns so gegenüber den Kriminellen behaupten.

Wer war auch in der Reichenhainer Straße 236, im Damaligen Karl-Marx-Stadt ,als politischer Häftling inhaftiert? Über die Unterstützung meines Vorschlags an der besagten Haftanstalt für die einstigen politischen Gefangenen eine Gedenktafel anzubringen, würde ich mich sehr freuen.

Textvorschlag:,, Auf diesem Gelände waren in den 1970er und 1980er Jahren auch politische Häftlinge des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR inhaftiert."

Es können auch für unser vorhaben  Parteien und politisch interessierte Mitbürger Unterstützen.